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Die Geschichte von UTair als Fluggesellschaft begann im Sommer 1934 mit dem ersten Flug auf der Strecke Tjumen-Salechard der Obsker Fluglinie. Dieses Ereignis markiert die Öffnung Westsibiriens für den zivilen Flugverkehr und beeinflusste die Entwicklung der Region nachhaltig. Kurz darauf begann man eine kleine Flugzeugabteilung am Rande von Tjumen zu stationieren. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Unterstützung des Nördlichen Seeweges aus der Luft. Auf dem Flugplatz der Ortschaft Plechanowo, damals wenige Kilometer von Tjumen entfernt, wurde die erste Fliegergruppe zur Unterstützung des Nördlichen Seeweges gegründet.
Die Fliegergruppe von Tjumen war für die Leitung und Kontrolle der Tätigkeiten untergeordneter Fliegerabteilungen zuständig, die sich mit der Beförderung von Passagieren, Post und Fracht, der Versorgung von Erkundungsgruppen, mit medizinischen Flügen, der Eisaufklärung und Agrarflügen beschäftigten.
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Im Zusammenhang mit der zunehmenden Öl- und Gasförderung entstand auf Anordnung des Ministers für Zivilluftfahrt der UdSSR am 7. Februar 1967 aus der Tjumener Fliegergruppe der regionalen Zivilluftfahrts-Verwalung Ural die Zivilluftfahrts-Verwaltung Tjumen. Das hohe Tempo der Öl- und Gasförderung im Umfeld nur schwach entwickelter Eisenbahn- und Straßeninfrastruktur bedingte die beschleunigte Entwicklung der produktiv-technischen und sozialen Grundlagen der Zivilluftfahrts-Verwaltung Tjumen. In einem vergleichsweise kurzen Zeitraum wurde die Luftfahrt zu einem essentiellen Bestandteil bei der Erschließung der Bodenschätze in Westsibiri |
Von Beginn an hatten die Zivilluftfahrts-Verwaltung Tjumen und die angeschlossene Fliegerabteilung von Surgut eine große Bedeutung sowohl für die Entwicklung der Region als auch des Landes und wurden daher mit dem Orden des Arbeits-Rotbanners ausgezeichnet. Die Zivilluftfahrts-Verwaltung Tjumen stellte eine Art Übungsplattform bei der Einführung neuer Flugzeugtechnik und neuer Methoden zu ihrer effektiven Anwendung dar. Hier wurden die staatliche Erprobung des Hubschraubers Mi-8 und die Einsatzerprobung der Hubschrauber Mi-6, Mi-10K, Mi-26 sowie des Flugzeugs Il-76 durchgeführt. Erstmals sind im großen Maßstab Frachten in Containern an Bord von IL-76 und Rohrsegmente gebündelt an Bord von Flugzeugen des Typs An-12 befördert worden. Mit Hubschraubern wurden Röhren mit großen Durchmessern als Außenlast befördert, Stützen von 500-KV-Hochspannungsleitungen mitsamt ihren Montagevorrichtungen. In der Verwaltung ist zudem auch eine spezielle luftgestützte Methode zur Verlegung von 200-KV-Überlandleitungen entwickelt worden. Auch in den Achtzigern blieb die Entwicklung der Zivilluftfahrtsverwaltung von Tjumen nicht stehen - sie wurde neu organisiert und umgestaltet. Die größte Beförderungsleistung wurde 1990 erbracht, als 8,58 Millionen Passagiere, 633.000 Tonnen Fracht und 20.000 Tonnen Post transportiert worden sind. Hinsichtlich der Lufttransportleistung in Russland nahm die Flotte seinerzeit den ersten Platz in der Branche ein. Innerhalb der Verwaltung sind 14 verschiedene Typen von Flugzeugen und Hubschraubern in über 600 Einheiten zum Einsatz gekommen. Zum 1. Januar 1991 gab es 84 klassifizierte Flugplätze, darunter 20 mit befestigter Oberfläche. Im Zusammenhang mit dem Übergang der russischen Zivilluftfahrt zu regulierten Marktverhältnissen wurde auf Anordnung des Ministers für Zivilluftfahrt 1991 die Zivilluftfahrtsverwaltung von Tjumen zur Fluggesellschaft „Tjumenawiatrans" mit dem Status einer Vereinigung umstrukturiert. Mit dieser Anordnung wurde auch festgelegt, dass „Tjumenawiatrans" vollständiger Rechtsnachfolger der ehemaligen Zivilluftfahrtsverwaltung von Tjumen wurde, wobei die Fluggesellschaft alle Verbindungen zum Ministerium für Zivilluftfahrt aufrechterhielt. Im Einklang mit einer präsidialen Anordnung entschieden sich Management und Belegschaft von „Tjumenawiatrans", mit dem Stichtag 28. Oktober 1992 das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft offenen Typs zu überführen: Lufttransportunternehmen Tjumen, „Tjumenawiatrans", die die vollständige Rechtsnachfolge der Vorgängerstruktur antrat. 2001 erhielt „Tjumenawiatrans" die prestigeträchtige Auszeichnung „Krylja Rossii (Flügel Russlands)" in der Kategorie „Servicedienstleister der russischen Industrie". 2002 wurde der Fluggesellschaft bereits zum zweiten Mal diese Auszeichnung zuteil - außerdem wurde sie Preisträger in der Kategorie „Passagierfluggesellschaft auf innerrussischen Linien der Gruppe 1". Am 30. Mai 2002 wurde auf der jährlichen Aktionärsversammlung der offenen Aktiengesellschaft „Tjumenawiatrans" in Chanty-Mansijsk der Beschluss gefasst, die Fluggesellschaft in UTair umzubenennen. Dem Beschluss entsprechend wurde die neue Bezeichnung ab dem 1. Oktober 2002 eingeführt. Heute ist UTair der weltweit größte zivile Hubschrauberbetreiber und gehört zu den vier größten Airlines in Russland. |
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